Schule der Zukunft

Bildung für Nachhaltigkeit hat zum Ziel, junge Menschen auf der Grundlage von Demokratie und Menschenrechten zu befähigen, die Gesellschaft durch politisches und alltagstaugliches Handeln mitzugestalten. Nur so ist eine zukunftsfähige gesellschaftliche Umgestaltung in der Ökonomie, Ökologie und sozialen Gerechtigkeit im Gleichgewicht möglich.

Nachhaltigkeit zu leben ist der Leitgedanke für unser Schulprofil. 1992 unterschrieben auf der Weltkonferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio 176 Länder der Erde die „Agenda 21“ (= Aktionsprogramm der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung). Im gleichen Jahr begann die Stadt Krefeld mit dem Neubau der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule als ökologisches Modellprojekt. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind beispielsweise die Fenster aus heimischen Hölzern hergestellt. Das Schulgelände ist für die Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht so die soziale Einbindung der Bevölkerung. Durch die multikulturelle Schülerschaft wird Toleranz und Respekt gegenüber anders denkenden Menschen gelebt und ist Thema in den im Stundenplan festgelegten Klassenlehrerstunden.

Die Ziele der Nachhaltigkeit spiegeln sich in den schulinternen Lehrplänen wider. Im Gesellschaftslehreunterricht werden Vor- und Nachteile der Globalisierung diskutiert, sowie Handlungsstrategien entwickelt, um Disparitäten abzubauen. Im Naturwissenschaftsunterricht erfolgt ebenfalls eine Vernetzung verschiedener Fächer. Beispielsweise werden die Themen Energie und Kraft unter physikalischen, chemischen und biologischen Aspekten untersucht. Hier wird zusätzlich eine Verbindung zu den Gesellschaftswissenschaften hergestellt.

Wann immer sich dies anbietet, werden außerschulische Institutionen eingeladen oder besucht (Caritas, Diakonie, Krankenkassen, Stadtverwaltung, Geologischer Dienst). Jährlich wiederkehrende Projekttage in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, zur Gewalt-, Aids-, Drogenprävention und der Berufemarkt ebnen den Weg zu einem eigenständigen Leben in gesellschaftlicher Verantwortung. In der Projektwoche vor den Sommerferien ist die Bildung für Nachhaltigkeit Gestaltungsansatz für fächerübergreifende Themen (Kleidung, erneuerbare Energien, Ernährung, Fleischkonsum).

Im zwölften Jahrgang wird an unserer Schule die konventionelle Facharbeit durch fächerübergreifende Projekte ersetzt, die sich unter dem Oberbegriff Nachhaltigkeit im Sinne der Vereinten Nationen einfügen (Stadtklima, Plastikmüll im Ozean, Verschwörungstheorien, Türken-Kurden-Konflikt). Hier wird von den Schüler/innen auch Öffentlichkeitsarbeit erwartet, um den Nachhaltigkeitsgedanken in unserer Stadt zu etablieren.

Im Kampagnezeitraum 2012 bis 2015 planten und errichteten Oberstufenschüler des Projektkurses in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Garten und dem Biologiekurs 8c / 9c eine Insektenwand.

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Im Netzwerk Schule der Zukunft tauschen wir uns mit anderen Krefelder Schulen aus. Das Krefelder Umweltzentrum und der Bund für Umwelt und Naturschutz sind zuverlässige außerschulische Kooperationspartner, die uns beispielsweise bei der Außengeländegestaltung und -nutzung beraten.

Die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ ist an das Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) angebunden und ist ein Angebot von Umwelt- und Schulministerium in Nordrhein-Westfahlen (MKULNV/MSW). Koordiniert wird die Kampagne von der Natur- und Umweltschutz-Akademie (NUA), welche zahlreiche Fortbildungen zum Thema Nachhaltigkeit anbietet.

Ansprechpartner für die Koordination Schule der Zukunft an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule sind:

Sabine Rütten, Kai Beckmann, Hanne Weisenstein, Thomas Hanke und Martina Scheller.