MINT an der KTG

Begeisterung für Naturwissenschaften und MINT-Berufe

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Vor dem Hintergrund des demokratischen Wandels in Deutschland sind Politik, Wirtschaft und Schule gefordert, mehr junge Menschen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu gewinnen, um so dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

MINT bedeutet aber auch ein breites Ausbildungs- und Berufsspektrum, zu dem nicht nur fachliches Know-how, sondern auch Kreativität, Sorgfalt und Begeisterung zählen.

Die Begeisterung für Natur- und Technikwissenschaften gilt es daher frühzeitig zu entwickeln, zu vertiefen und das gewonnene Interesse kontinuierlich aufrechtzuhalten.

Dies versucht die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule durch folgende Aktivitäten im Hinblick auf ein Gesamtkonzept weiter zu entwickeln.

 

Übersicht der MINT-Angebote an der KTG

 

Agenda 21 und Netzwerk „Schule der Zukunft“

Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert.

Die grundlegenden Handlungsziele zu einer nachhaltigen Entwicklung wurden auf der Konferenz der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 beschlossen. Durch verändertes wirtschafts-, umwelt- und entwicklungspolitisches Verhalten sollen Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit nachhaltig ins Gleichgewicht gebracht werden. Nach dem Grundsatz „global denken und lokal handeln“ sind alle Kommunen und deren Schulen zu einer lokalen Agenda 21 aufgerufen.

Viele dieser Entwicklungsvorstellungen sind mit der Planung der KTG als ökologische Modellschule, dem Schulprogramm und den schulinternen Lehrplänen verbunden.

Alle zwei Jahre wird die KTG erneut als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Grundlage dieser Auszeichnung waren u.a. zahlreiche fortlaufende und zeitlich begrenzte naturwissenschaftliche und fächerübergreifende Projekte.

1. Lernen mit allen Sinnen – Der Schulgarten und das Außengelände als Lernort , z.B. Bau einer Weidenhöhle, (alle Jahrgänge)

2. Krefeld und der Grasfrosch – Biotoppflege

a) Erneuerung eines Gartenteichs mit einer umweltfreundlichen Kautschukfolie und auswählen der Wasser- und Uferpflanzen (Einzelne Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klasse der Garten AG)

b) Pflegen von Nahrungspflanzen für Schmetterlinge und Singvögel (Garten AG)

c) Anlage einer Kräuterwiese (Garten AG)

d) Planung und Bau eines Holzstegs durch Schüler zum Schutz der Ufervegetation und der im Teich lebenden Tiere

e) Planung und Mauerung eines Sitzkreises aus Granit und Grauwacke zur Nutzung des Gartens mit einer ganzen Klasse ohne ihn zu zerstören (Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge)

f) Planung und Bau einer Trockenmauer (Garten AG)

g) Planung und Bau eines Analysestands zur Biotopkartierung, Wasser- und Bodenanalyse.

h) Planung und Bau eines Insektenhotels (Schüler aller Jahrgänge einschließlich Jg.13 und Garten AG)

3. Projektwoche zum Thema „Kraft und Bewegung“ (7c)

4. Projekte zur Drogenprävention – „Keine Macht den Drogen“ – Hierzu findet auch fächerübergreifender Unterricht in Biologie und Gesellschaftslehre statt.

5. Projekttage gegen AIDS und andere Infektionskrankheiten

 

Kooperationspartner im Netzwerk „Schule der Zukunft“ ist das Umweltzentrum

Ziel des Netzwerks „Schule der Zukunft“ ist es heranwachsend Menschen ein verantwortungsvolles Weltbild zu vermitteln, damit sie zu politisch aktiven, selbstbewussten Bürgern werden. Das Erkennen ökologischer Zusammenhänge ist Grundlage um soziale Bindungen und Lebenschancen jetziger und kommender Generationen zu erhalten.

 

Kernunterricht

Naturwissenschaften werden im 5. und 6. Schuljahr integriert unterrichtet. In den Jahrgängen 7-10 wird nach Fächern Biologie, Chemie und Physik differenziert unterrichtet.

Die Kernlehrpläne der naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik bieten die Arbeitsgrundlage. Ihnen liegt das Verständnis zugrunde, durch kompetenzorientierten Unterricht, d.h. schüler- und handlungsorientiertes Lernen, die Schülerinnen und Schüler als selbständig, kooperativ und eigenverantwortlich Lernende intensiver als bisher in die schulische Arbeit einzubeziehen.

 

Wahlpflichtunterricht

Die Gestaltung des Wahlpflichtbereichs Naturwissenschaften bietet weitere Möglichkeiten einer verstärkten naturwissenschaftlichen Schülereinbindung.

Themenbezogene Exkursionen sowie Kontakte zu Betrieben/Instituten ermöglichen ein Lernen vor Ort.

Eine Kooperation besteht zwischen den Fächern Informatik und Technik. Das Thema „Lego Mindstorm Roboter Technik“ wird von beiden Fachbereichen beleuchtet und soll ein fester Bestandteil des Lehrplans werden.

Die Lernwerkstatt der Firma Outokumpu Nirosta ermöglicht besonders den Schülerinnen und Schülern der Technikkurse interessante Möglichkeiten des außerschulischen Lernens.

 

Ergänzungsstunden

Der NW-Kurs bereitet Schülerinnen und Schüler zum einen auf die Oberstufe vor. Zum anderen werden hier verstärkt labortechnische Kenntnisse vermittelt.

Im Informatikkurs werden vertiefte Kenntnisse in Anwenderprogrammen und Programmierung gewonnen.

Im Technikkurs vermittelt die Firma Outokumpu Nirosta vertiefende Einblicke in technische Berufe. Auch diesen Kursen wird ein Lernen in der Lernwerkstatt des Betriebes Outokumpu Nirosta ermöglicht.

Die Terminierung des Ergänzungsstundenbereichs (5. und 6. Stunde) ermöglicht den Schülerinnen und Schüler die Schule zu verlassen, um Betriebe/Institute aufzusuchen. Auf diese Weise können Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt und ggf. Kontakte in punkto Ausbildung geknüpft werden.

Im 8. und 10. Schuljahr werden die Schülerinnen und Schüler durch zusätzliche Mathematikstunden gezielt auf den Lernstand bzw. die Zentralen Abschlussprüfungen vorbereitet.

Im Bereich der Ergänzungsstunden haben die Schülerinnen und Schüler ebenfalls die Möglichkeit die Angebote des KReMINTec Instituts am Berufskolleg Uerdingen anzunehmen. Hier gilt es die Angebote des Instituts weiter in den schulischen Alltag zu integrieren.

 

Berufsorientierung

Die Berufsorientierung gehört zu einem der Schwerpunkte der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule.

Die Berufsorientierung beginnt im 8. Schuljahr. Hier erfolgt der erste Kontakt zur Berufswelt durch Betriebserkundungen, Girls Days und Boys Days sowie durch Praxistage bei unserem Kooperationspartner Outokumpu Nirosta.

Der Schwerpunkt der Berufsorientierung liegt im 9. Schuljahr (Berufsfindung) und im 10. Schuljahr (Beratung/individuelle Hilfen).

Das Konzept der Berufsorientierung an der KTG ist ein ganzheitlicher Prozess und erhält seine Struktur durch die Bereiche Stärkenvermittlung/Stärkenförderung, Information, Bewerbung, Beratung und Förderung des Entscheidungsprozesses. Diese Bereiche sollen der Schülerin/dem Schüler helfen, die eigenen Potentiale zu erkennen und ihre Selbstständigkeit auszubauen, um den Übergang Schule-Beruf zu meistern. Besondere Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler durch externe technische und medizinische Betriebe, die es ihnen durch Praktika ermöglichen, Neugier und Freude an naturwissenschaftlichen und technischen Berufen zu wecken. (siehe Homepage: unsere Schule/Berufsorientierung)

Seit 2012 führt die KTG jeweils im Oktober einen Berufemarkt für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 in Form von Ständen sowie der Oberstufe in Form von Workshops bzw. Informationsveranstaltungen durch. Am 01. Oktober 2013 nahmen 5 Universitäten, 28 Betriebe, 3 Schulen und 3 Agenturen teil.

 

Ganztag

Freiwillige MINT-Angebote gehören zum Ganztag. Dazu zählen:

• Schulgarten-AG

• Mathe-AG

• Informatik-AG

• Roboter-Technik-AG

Vielfältige Wettbewerbe (z.B. be smart don’t start, Känguru-Wettbewerb, Bio find ich kuhl, Biologisch, freestyle physics) und Aktionstage (z.B. „Nachhaltigkeit lernen“, eine Aktion der Vereinten Nationen) sollen die Schüler motivieren und die Attraktivität der MINT-Fächer erhöhen.

 

Oberstufe

In der Einführungsphase (EF, 11. Jahrgang) der Oberstufe werden im 1. und 2. Halbjahr Vertiefungskurse in Mathematik angeboten. In dieser Phase erfolgt ebenso die Bildung einer naturwissenschaftlichen Klasse, die zur Vorbereitung der Leistungskurse Biologie und Mathematik sowie der naturwissenschaftlicher Schwerpunktbildung gemäß APO-GOSt dient.

Die Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum ist sowohl für den Leistungskurs Biologie, als auch für den Projektkurs Biologie des 12ten Jahrgangs in den schulinternen Richtlinien festgeschrieben. Unter der Leitung von Jürgen Gisbertz-Kruse führen die Schüler Gewässeruntersuchungen durch.

Der Projektkurs Biologie findet regelmäßig im 12. Jahrgang statt, in dem sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig mit Problemen und Projekten im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit auseinander setzen. In diesem Rahmen bestehen Kontakte sowohl mit der Heinrich Heine Universität als auch zu verschiedenen Ämtern der Stadt Krefeld.

In Anbindung an beide Kurse findet in der Qualifikationsphase 1 ein zweiwöchiges Praktikum statt.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nehmen regelmäßig an der Vortragsreihe „Biologie aktuell“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf teil.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Berufemarktes bestehen Kontakte zu folgenden Hochschulen:

• Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

• Universität Duisburg Essen

• Hochschule für Ökonomie und Management (FOM), Neuss

• Fachhochschule Niederrhein

• Rhein-Waal Universität, Kleve

Ein weiterer Kontaktaufbau im Rahmen von Informationstagen und Praktika soll zum Max-Planck-Institut erfolgen.

Im Aufbau befindet sich ein Kurs (Projektkurs Q1), der sich gezielt mit naturwissenschaftlichen Phänomenen im Hinblick auf Jugend forscht beschäftigt.