Oberstufe

Abitur und Fachhochschulreife wie am Gymnasium

Seit Sommer 1998 verlassen Abiturientinnen und Abiturienten unsere Schule. Ihr Abschluss unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Qualifikation nicht von einem Abitur am Gymnasium. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass unser Kollegium die Schülerinnen und Schüler durch gezielte Förderung und individuelle Beratung in besonderem Maße unterstützt und begleitet.

Neben dem Abitur kann auch der schulische Teil der Fachhochschulreife – frühestens nach Abschluss der Jahrgangsstufe Q1 (12) – vergeben werden.

 

Beratungskonzept Sek. II

Ziel: Die uns anvertrauten Schüler/innen sollen erfolgreich durch die Oberstufe geführt werden, indem sie schrittweise auf das Abitur vorbereitet werden.

1. Abholen einer heterogenen Schülerschaft in der Jahrgangsstufe EF (11)

2. Unterstützung ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten durch

  • Profile
  • Laufbahnschwerpunkte: Sprachen, NW
  • Methodenkonzepte
  • Individuelle Laufbahnberatung mit „LUPO“

3. Minimierung ihrer schulischen Schwierigkeiten durch

  • Vertiefungskurse in Mathematik, Englisch und Deutsch
  • Methodenkonzepte: Brückenkurse, Lernen lernen, Profiltage, individuelle Laufbahnberatung

4. Kommunikation/ Zusammenarbeit Elternhaus-Schule

5. Aufbau eines Helfersystems durch Gruppenbildung/Unterstützung durch Ehemalige

6. Zusammenarbeit mit Schulpsychologen und unseren Sozialpädagogen bei Schulängsten, Problemen mit der Familie, mit Freunden, Beziehungsproblemen

7. Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen wie Jugendhilfe, Sozialamt, Arbeitsamt, Gesundheitsamt

8. Kollegiale Beratung, Unterstützung der Kollegen/Innen durch Gespräche, Beratung, evt. auch Vermittlung bei schwierigen Beratungssituationen sowohl auf Schüler als auch Eltern bezogen

 

Die Beratung der Schüler/innen wird von einem erfahrenen Oberstufenteam durchgeführt.

Ursula van Berend, Oberstufenleiterin, zuständig für alle Belange und das Abitur der gymnasialen Oberstufe, seit 3 Jahren an der KTG, vorher Aufbau einer gymnasialen Oberstufe an der Willy Brandt Gesamtschule in Mülheim, Fächer: Französisch, Spanisch, Latein, Philosophie.

Fritz Blanke, Beratungslehrer, seit über 10 Jahren Beratungslehrer an der KTG, Fächer: Englisch, Sozialwissenschaften.

Rüdiger Glaß, Beratungslehrer, seit über 10 Jahren Beratungslehrer an der KTG, Fächer: Mathematik, Sozialwissenschaften, Religion.

Claudia Römer, Beratungslehrerin,seit über 10 Jahren im Team, Fächer: Deutsch, Geschichte, Literatur.

Helga Loos, Beratungslehrerin, ebenfalls seit über 10 Jahren im Team, Fächer: Deutsch, Religion.

Kai Beckmann, Beratungslehrer, seit 2012 im Team, Fächer: Geschichte, Sport.

Frauke Berding, Beratungslehrerin, seit 2013 im Team, Fächer: Französisch, Sport.

Andrea Franke, Praktikumsbetreuung und Berufsorientierung, seit 2013 im Team, Fächer: Mathematik, Chemie.

Es finden regelmäßige Sprechstunden, Informationsveranstaltungen und Laufbahnberatung für die Schüler/innen und Schüler statt. Aber wir beraten nicht nur laufbahnbezogen, sondern auch im Hinblick auf Berufswahl und Studium und haben ein offenes Ohr nicht nur was schulische Probleme anbelangt.

 

Oberstufenreform – wichtige Veränderungen:

  • Erhöhung der Anzahl der Kurse und damit der Stundenzahl auf 102 Stunden – das bedeutet 34 Wochenstunden pro Jahrgangsstufe
  • die „kleine Fachhochschulreife“ nach der EF (11) ist abgeschafft
  • zwei der Fächer Deutsch, Mathematik, Fremdsprache müssen unter den Abiturfächern sein
  • veränderter Berechnungsmodus für die Gesamtqualifikation:
    • Block I Leistungen der 4 Schulhalbjahre der Qualifikationsphase (Q1/2)
    • Block II Leistungen in den Abiturprüfungen (5-fache Wertung)
  • Projektkurse
  • Vertiefungskurse

 

Das Fächerangebot in der gymnasialen Oberstufe

Jeder Schüler muss in der Jahrgangsstufe Q1 (12) zwei Leistungskurse wählen. Bis auf Geschichte und Kunst können alle Leistungskurse miteinander kombiniert werden. Dadurch ist für die Schüler eine größere Wahlfreiheit gewährleistet, als wenn es nur zwei Leistungskursblöcke gäbe.

Leistungskurse:

Aufgabenfeld I – Das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Kunst

Aufgabenfeld II – Das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld:

  • Geschichte

Aufgabenfeld III - Das mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabenfeld:

  • Mathematik
  • Biologie

Grundkurse:

Aufgabenfeld I:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Latein
  • Kunst
  • Musik
  • Literatur

Aufgabenfeld II:

  • Geschichte
  • Sozialwissenschaften
  • Erdkunde
  • Philosophie

Aufgabenfeld III:

  • Mathematik
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik

Ebenso die Fächer Sport und Religion, die keinem Aufgabenfeld zugeordnet werden können.

 

Vertiefungskurse:

  • Fachliche Anbindung (Deutsch, Mathematik, fortgeführte Fremdsprache Englisch)
  • Keine Exzellenzförderung
  • Keine Angleichstunden
  • Kein Ersatz für den Regelunterricht
  • Verpflichtend mit unentschuldigten Fehlstunden
  • Keine Benotung, sondern qualifizierte Zeugnisbemerkung zur Teilnahme
  • Keine Anrechnung im Rahmen der Gesamtqualifikation

Umsetzung an der KTG:

Jgst. EF (11)/1. Hj.:

  • Vertiefungskurse in E/D/M, um direkt am Anfang der Jahrgangsstufe 11 Schwierigkeiten entgegenzuwirken und bestimmte Fachbereiche zu vertiefen

Jgst. Q2 (13)/1. Hj.:

  • Abiturvorbereitung in D/E/M, da jeder Schüler zwei dieser Fächer im Abitur haben muss

 

Projektkurse:

  • zweistündiger Jahreskurs ab der Qualifikationsphase in Anbindung an einen LK oder Grundkurs (Referenzfach)
  • projektorientiert, fächerübergreifend mit einem Rahmenthema
  • Leistungsnachweise: Sonstige Mitarbeit-Note und Dokumentation
  • doppelte Wertung am Ende eines Jahres
  • ersetzen die Facharbeit

Umsetzung an der KTG:

Es gibt keine Leistungskursblöcke mehr, sondern alle LKs bis auf Kunst und Geschichte können kombiniert werden. Jeder Schüler muss ein Profil anwählen:

Neue Profile:

  • D LK + Projektkurs Deutsch/Literatur
  • KU LK + Projektkurs Kunst
  • GE LK + Projektkurs Geschichte
  • BIO LK/BIO GK +Projektkurs Biologie
  • E LK
  • M LK

Daraus ergeben sich erheblich größere Wahlmöglichkeiten für die Schüler mit kleinen Projektkursen, die dem Begriff „projektorientiert“ gerecht werden.

 

Das Laufbahnberatungs- und Planungstool LuPO

Seit dem Schuljahr 2010/2011, also seit etwas mehr als einem Jahr setzen wir in unserer Oberstufenarbeit das Programm LuPO ein, welches vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Das Programm ermöglicht den Beratungslehrern und den Schülern der Oberstufenjahrgänge die Schullaufbahn, also die Schuljahre EF-Q2 (11-13) bis zum Abitur, individuell auf der Grundlage des Fächerangebotes der Schule sowie den gesetzlichen Bestimmungen der gymnasialen Oberstufe zu planen und zu prüfen. Hierzu stehen zwei Programmversionen zur Verfügung, ein Programm für die Beratungslehrerinnen und –lehrer sowie ein Programm für Schülerinnen und Schüler. Mit dem erstgenannten betreut und verwaltet der für einen Jahrgang zuständige Beratungslehrer die gesamte Schülergruppe seines Jahrgangs, mit dem nachgenannten kann der Schüler nur die Daten für seine eigne Schullaufbahn sehen und planen.

Wie funktioniert das Programm nun im einzelnen und wie ist das Zusammenspiel von Lehrer- und Schülerversion?

Schon am Ende des 10. Schuljahrs werden die Schülerinnen und Schüler auf einer Informationsveranstaltung mit den Grundeigenschaften des Programms LuPO vertraut gemacht.

In Einzelgesprächen werden sodann die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Fächerangebots der Schule individuell beraten. Am Ende der Beratung erhalten die Schülerinnen und Schülern ihren individuell ausgefüllten Wahlbogen mit Beratungsdatum. Zusätzlich kann dieser auch elektronisch den SuS per Email zur Verfügung gestellt werden.

Nach einigen Tagen wird der Beratungsbogen entweder in Papierform oder elektronisch per Email beim zuständigem Beratungslehrer mit der endgültigen und verbindlichen Wahl abgegeben. In der Schule kann dann die Oberstufenleitung anhand der Fachwahlen das Kursangebot für den Jahrgang entgültig festlegen und planen. Wenn zum Beispiel ein Wahlfach zu wenig Anwahlen erhalten hat, muss dieses Angebot vielleicht gestrichen werden. Auch kann es passieren, dass Fächer zu viele Anwahlen erhalten haben, und nicht genügend Lehrkräfte zur Verfügung stehen, um die notwenige Anzahl von Parallelkursen einzurichten. Eine weitere Schwierigkeit kann eintreten, wenn zugunsten eines optimierten Wochenstundenplan bestimmte Fächer zur gleichen Zeit stattfinden müssen und von daher nicht zusammen gewählt werden können. In allen diesen Fällen kann es notwendig werden, mit betroffenen SuS noch einmal Wahl zu besprechen und ggf. den Wahlbogen zu ändern.

Dieser (elektronische) Wahl- und bogen begleitet die SuS über ihre gesamte Verweildauer in der gymnasialen Oberstufen. Immer wenn es etwas zu entscheiden gibt, zum Beispiel in welchen Fächer man eine Klausur eine Klausur schreiben möchte oder welche Fächer man abwählen möchten bzw. welche zwei Leistungskurse man ab dem 12. Schuljahr belegen möchte, wird dieses unter Beratung und Aufsicht des Beratungslehrer mit LuPO in den individuellen Wahlbögen an entsprechender Stelle vermerkt und festgehalten. Das Besondere an LuPO ist, dass es sowohl dem Beratungslehrer in der Lehrerversion wie auch den SuS in ihrer Schülerversion sofort mitteilt, ob diese Entscheidung überhaupt nach den aktuellen Bestimmungen der gymnasialen Oberstufe überhaupt zulässig sind und mit den formalen Voraussetzungen für eine Zulassung zur Abiturprüfung vereinbar ist.

Zu bemerken ist ferner die Möglichkeit, dass LuPO die gesamte zukünftige Laufbahn eines Schüler auf Grundlage der jweils getroffenen Wahlentscheidungen, also beginnend mit der EF (11), darstellen kann. Die SuS können dann mit ihrem Programm Wahlentscheidungen der Zukunft, zum Wahl von Leistungskurskombinationen oder eventuelle Abwahl von Fächern durchspielen und vom Programm prüfen lassen.