Kamera: läuft, Ton: läuft, Klappe: 1a, die zweite!

„Ruhe bitte“, ruft Luka, setzt die Kopfhörer auf und hebt die Tonangel über die Köpfe der Schauspieler. Muhammed startet die Aufnahme, die Schauspieler atmen noch einmal tief durch, dann schlägt Deniz die Klappe. „Und bitte“, fordert der Kameramann die Schüler auf, den Weg über die Brücke zu Turm 2 anzutreten und die kleine Szene zu spielen. Im ersten Durchgang war der Text ein bisschen durcheinander geraten. Zum Glück steht Nina mit dem Drehbuch hilfreich zur Seite, gleichzeitig achtet sie auch auf das Vermeiden von Anschlussfehlern.

Wie an einem richtigen TV Set ging es zu als die Schülerinnen und Schüler der 8d am Mittwoch ihren Kurzfilm drehten. Angeleitet und unterstützt wurden sie von einem professionellen Kameramann, der nicht nur das Drehbuch mitbrachte, sondern gleich das komplette Ton- und Kameraequipment. Schnell hatten die Schüler „ihre“ Rolle für den Dreh gefunden: manche freuten sich auf die Spiel- und Sprechrollen, andere beschäftigten sich lieber mit der Technik. Dass auch die überwiegend kurzen Szenen viel Konzentration erforderten, merkten die Schüler schnell. Immer wieder führten sie kurze Stellproben durch, übten die Texte und überprüften die Qualität der Aufnahmen. Erst wenn alle zufrieden mit dem Take waren, ging man an die nächste Szene.

In dem Kurzfilm geht es um Markus, der von seinen Klassenkameraden gemobbt wird und mit Hilfe von zwei Klassenkameradinnen einen Weg findet, das Mobbing zu beenden. Auf der Grundlage dieses Filmes wollen die Achtklässler im nächsten Schuljahr durch die fünften Klassen ziehen und mit den Schülern über Mobbing sprechen; besonders darüber, wie man sich Hilfe holen kann, wenn man mitbekommt, dass ein Klassenkamerad immer wieder geärgert wird. So sollen schon die Kleinen sensibilisiert werden dafür, sich auch um das Wohlergehen der Mitschüler zu kümmern, damit stets eine angenehme Arbeits- und Pausenatmosphäre herrscht.

Zunächst aber genossen die Achtklässler den ungewöhnlichen Projekttag in der Schule, der neben den neuen Erfahrungen auch ein interessantes Endprodukt versprach. Die Vorfreude auf die Premiere des Kurzfilmes ist nun groß.

(c) Kurt-Tucholsky-Gesamtschule

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