Wer sich selbst besiegt, ist stark. (Laotse)

„Ich mache sehr gerne Sport, deshalb auch so selten. Es soll ja etwas Besonderes bleiben“, mit dieser Einstellung versuchte so mancher Schüler wieder, sich durch das alljährliche Sportfest zu mogeln und stellte dann erstaunt fest, dass er im Sprint gar nicht wie erwartet als letzter ins Ziel kam, während die anderen schon unter der Dusche standen. Zwischen „gar nicht so schlecht“ und „unglaublich starke Leistung“ lag die Bandbreite der Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler, die neben dem üblichen leichtathletischen Dreikampf auch entweder in der Pendelstaffel ihre gute Zusammenarbeit und Schnelligkeit oder im Fußball Teamgeist und Ballsicherheit beweisen konnten.

Stolz maß man sich an Zeiten, Weiten und Punkten, nahm aber auch guten Willen und Steigerungen zum Vorjahr wahr oder sammelte mit seinen Freundinnen neue Kraft im Pink-nick oder den Boys am Waffeleisen. Über den gesamten Sportplatz der Bezirkssportanlage Marathon schallten bei bestem Wetter lautstark Anfeuerungsrufe, Startkommandos und Trillerpfeifen. So konnten schließlich hunderte Sieger der Herzen geehrt werden, die sich wirklich verausgabt hatten, den verlorenen Staffelstab aufhoben und ins Ziel brachten, der Gegenmannschaft zum Tor gratulierten, dem 5,20m Weitspringer herzlich gratulierten und dem ausgepowerten Dauerläufer eine Flasche Wasser reichten.

Sollte der Muskelkater am nächsten Morgen es zulassen, werden garantiert einige Schüler diesmal etwas beschwingter die Treppen zum Klassenraum erklimmen, ganz getreu der Devise, es ist egal, wie langsam man vorankommt, man überholt immer noch jeden, der gar nichts tut….

(c) Kurt-Tucholsky-Gesamtschule