Spielwiese ZUKUNFT – Die Wunden unserer Stadt

Hochhäuser mit kaputten Fenstern, wild wuchernde Pflanzen, verlassene Hinterhöfe… Wenn man genau hinschaut, hat unser Viertel einige Ecken, um die sich nicht so viel gekümmert wird. Und diese verfallenen Ecken beeinflussen das Leben und die Stimmung der Bewohner. Manche reagieren mit Gleichgültigkeit und weiterer Zerstörung, andere wollen Veränderungen und bemalen ihre Garagentore, pflanzen bunte Blumen auf brachliegenden Flächen oder stellen dort bequeme Sitzmöglichkeiten auf. Architektur im weitesten Sinne scheint sich also auf die Menschen auszuwirken.

Grund genug, um sich unsere Umgebung beziehungsweise die Architektur in unserem schulischen Umfeld einmal genauer anzusehen, dachten wir (die TeilnehmerInnen des Projekts Spielwiese ZUKUNFT) und erforschten gemeinsam mit dem Künstler Manuel Schroeder den umliegenden Stadtraum. Dabei lernten wir Grundlagen der Dokumentarfotografie kennen, beispielsweise wie man den Bildausschnitt wählt, wie nah man an Objekte herangehen muss, auf welche Linien man im Bild achten muss, und wendeten unser neues Wissen direkt an. Dabei entstanden diese besonderen Fotografien.

Auch unseren Schulweg schauten wir uns durch die Linse unserer Kameras genauer an. Im Vergleich mit Manuel Schroeders Fotos aus aller Welt zeigte sich, dass sich die Menschen überall ähnlich mit ihrer architektonischen Umwelt auseinandersetzen und sich ihren Lebensraum aneignen – im positiven wie negativen Sinne.

(c) Kurt-Tucholsky-Gesamtschule